Über das Urheberrecht (URG)

Filme und audiovisuelle Werke, die gemietet oder gekauft werden können, dürfen lediglich zum privaten Gebrauch für direkte Familienmitglieder zu Hause genutzt werden. Wenn Sie beabsichtigen einen Film an einem anderen Ort zu zeigen, benötigen Sie dafür eine eigene Lizenz, die Sie dazu ermächtigt, dieses Werk öffentlich vorzuführen.

Weitere Details dieser Regelung finden Sie im schweizerischen Urheberrechtsgesetz (gem. Art. 67 URG) unter:

Bundesgesetz über das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte

Der Urheber oder die Urheberin hat das ausschliessliche Recht zu bestimmen, ob, wann und wie das Werk verwendet wird.

•     Die Miete oder der Kauf von Filmen oder anderen audiovisuellen Werken gibt einem nicht das Recht, das urheberrechtlich geschützte Werk öffentlich vorzuführen.

•     Filme können ohne spezielle Lizenz zu Hause in einem „normalen Kreis der Familie“ aufgeführt werden, da solche Vorführungen nicht als „öffentlich“ angesehen werden. (Art 19 URG)

•     Filme können ausserdem ohne Lizenz in Schulen verwendet werden, unter der Voraussetzung dass: Die Werkverwendung für den Lehrer als Untericht in der Klasse verwendet wird. (Art.19 Ab. B)

•     Alle anderen Arten öffentlicher Wiedergabe von Filmen und anderen audiovisuellen Werken sind gesetzeswidrig, solange keine Lizenz erteilt wurde. Sogar „Vorführungen an ‚halb-privaten‘ Orten wie Vereinen, Jugendherbergen, Fabriken, Ferienlagern und Sommerkursen fallen unter  öffentliche "Vorführungen“ und müssen lizenziert sein.

•     Sowohl nicht kommerzielle als auch gemeinnützige Einrichtungen benötigen zur Vorführung von Filmen eine Lizenz, unabhängig davon, ob ein Entgelt erhoben wird oder nicht.

Die Nicht-Achtung des Urheberrechts wird als Gesetzesverstoss gesehen und zieht hohe, beträchtliche Strafen, sowohl für denjenigen, der den Film vorführt, als auch für jeden, der zu diesem gesetzeswidrigen Verhalten beiträgt, vor. Öffentliche Vorführungen ohne Lizenz können mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden. ( Bis zu 5 Jahren bei gewerbsmässiger Gesetzesmissbrauch )

 

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